Hallo Oberbillwerder! Mitmacher Knut Marscholek-Uecker

„Die Konzentration eines neuen Quartieres an einen S-Bahnhof ist eine nachhaltige Verkehrs- und Wohnlösung. Unsere Station in Allermöhe ist heute schon für die neuen Bewohner:innen von Oberbillwerder gut aufgestellt.“

Knut Marscholek-Uecker kennt sich mit Bahnsteigen, Rolltreppen und Aufzügen in Hamburg bestens aus. Er arbeitet bereits seit 2008 für das Baumanagement der DB Station&Service AG im Regionalbereich Nord. Dabei konzentriert sich der gebürtige Hannoveraner auf die kleinen und großen Bauvorhaben für Bahnhöfe im Hamburger Stadtgebiet.

„Wir sind die sogenannte Bahnhofsfraktion, also die, die nicht fahren, sondern sich um das Immobile kümmern und nennen uns auch gern „Deutschlands größter Gastgeber“. Die S-Bahn Hamburg ist als Eisenbahnverkehrsunternehmen bei uns Kunde und zahlt Stationsentgelt für jedes Halten. Und natürlich ist jeder Fahrgast auch unser Gast, den wir bedienen und zufrieden stellen wollen.

Derzeit begleitet Knut Marscholek-Uecker unter anderem die kommende Bahnsteigerneuerung am S-Bahnhof Bergedorf und koordiniert die Stationsplanung der neuen S 4 nach Ahrensburg zusammen mit der DB Netz AG. Seine Hauptaufgaben umfassen das laufende Stakeholdermanagement, die fachliche Prüfung und das Berichtswesen.

Knut Marscholek-Uecker studierte Stadt- und Regionalplanung an der Technischen Universität Berlin, wo seine Frau und der erwachse Sohn heute noch leben. Er selbst pendelt seit 13 Jahren zwischen den Metropolen an Spree und Elbe hin und her. Sein Wochenquartier hat Knut Marscholek-Uecker in Aumühle eingerichtet, sein Büro liegt direkt am Hamburger Hauptbahnhof mit Blick über ein- und ausfahrende Züge.

„Auf meinem Arbeitsweg komme ich zweimal am Tag an Oberbillwerder vorbei, sowohl mit der S-Bahn aber auch gerne per Fahrrad. Auf diese Weise werde ich die die Entwicklung des neuen Stadtteils genau verfolgen können, besonders im Umfeld von der Station Allermöhe, die eine wichtige Bedeutung für das gesamte Projekt haben wird.“

Die Station Allermöhe stammt aus den 1980er Jahren, ist barrierefrei ausgestattet und verfügt wie alle Stationen der S2/S21 zwischen Bergedorf und Hauptbahnhof über einen 210 Meter langen Bahnsteig, der für Langzüge der S-Bahn geeignet ist. Dennoch ist Knut Marscholek-Uecker froh, frühzeitig mit der IBA Hamburg in Kontakt zu stehen, um über eventuelle Wünsche und Befindlichkeiten rund um die Station zu sprechen.

„Es geht um solche Bedarfe mit langem Planungshorizont, aber auch darum, wie wir mit kurzfristigen Maßnahmen – wie Projektinformationen auf dem Bahnsteig oder in der Passage – helfen können. Selbst eine Webcam auf dem Stationsdach könnte ich mir vorstellen, um die Entstehung von Oberbillwerder im Zeitraffermodus dokumentieren zu lassen.“

Aber auch um das Bahnhofsumfeld inklusive der Verbindung in den Nachbarstadtteil macht sich Knut Marscholek-Uecker schon Gedanken.

„Wir werden uns auch über die Wegeführungen zu den Bushaltestellen austauschen, denn wir wollen gemeinsam mit allen Verantwortlichen das Scharnier zwischen Neuallermöhe und Oberbillwerder stärken. Dabei wird dem Mobility Hub am S-Bahnhofzugang eine besondere Rolle zuteilwerden.“

Bisher nutzen täglich schon mehr als 50.000 Fahrgäste die S2/S21 (gezählt in den Zügen zwischen den Stationen Allermöhe und Mittlerer Landweg). Durch das neue Oberbillwerder könnten es eines Tages rund 60.000 werden. Diese gestiegene Nachfrage kann mit dem vom Senat geplanten Hamburg-Takt der S-Bahn (u. a. noch mehr 5-Minuten-Takt mit S2 und S21) befriedigt werden.

„Das klingt erst einmal nach großen Dimensionen, aber auf unseren Bahnsteig in Allermöhe kommen dadurch keine Engpässe oder Überlastungen zu. Und Corona hat die Arbeitswelt jetzt schon nachhaltig verändert. Die ‚Peakhours‘, die Spitzenauslastungen morgens und abends, haben sich deutlich entzerrt. Dafür wird es mehr Freizeitverkehre geben.“

Knut Marscholek-Uecker findet, dass Oberbillwerder mit seinem Fokus auf Wohnen, Arbeiten und Bildung viele Merkmale einer zukunftsfähigen Stadt in sich trägt. Dazu kommen die vielfältigen Mobilitätsangebote, die eine gute Ergänzung zum S-Bahnfahren darstellen.

„Ich persönlich freue mich am meisten über den neuen Radschnellweg von Bergedorf in die City, über den ich dann zum Arbeitsplatz flitzen kann. Und bei Schmuddelwetter finde ich auch in der S-Bahn Platz.“

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