Hallo Oberbillwerder! Mitmacher Markus Montag

Markus Montag leitet das Team Wohnungswirtschaft im Vertrieb der Stadtreinigung Hamburg (SRH).

„Mich fasziniert, dass ich an einem so abwechslungsreichen Quartier mitplanen kann. Oberbillwerder soll durch unsere neuen Ideen sauber, innovativ und nachhaltig werden und sich gut mit seinen Nachbarstadtteilen vernetzen.“

Auf gute Nachbarschaft hofft Markus Montag auch aus privaten Gründen. Der gebürtige Thüringer lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern seit vielen Jahren in Neuallermöhe-Ost.

Beruflich ist der gelernte Einzelhandelskaufmann und Betriebswirt viel herumgekommen. Er leitete verschiedene Einkaufszentren in Norddeutschland und später das Modezentrum in Leipzig. Doch die Trennung von der Familie und der Wunsch nach einem anderen beruflichen Umfeld zogen Markus Montag wieder nach Hamburg. „Es war auch eine bewusste Entscheidung gegen Konsum und für eine neue Aufgabe im Bereich der Nachhaltigkeit. Ich will die Gesellschaft mit meinen Ideen nach vorne bringen.“

Seit 2016 arbeitet Markus Montag bei der Stadtreinigung Hamburg. Mit seinem Team betreut er alle großen Wohnungsunternehmen und Hausverwaltungen.

Die aktuelle Aufgabe von Markus Montag ist es jetzt, sein Unternehmen aktiv in die Planung von Neubauprojekten einzubringen. Der Bebauungsplan soll aufgrund schlechter Erfahrungen sehr frühzeitig abfalltechnisch begleitet werden. „Wollen wir intelligentere Quartiere, muss auch die Stadtreinigung Hamburg eine funktionierende Rolle übernehmen. Die Initialzündung für diesen nachhaltigen Ansatz kam tatsächlich durch Oberbillwerder.“

Markus Montag stieß auf seinem täglichen Weg zur Arbeit auf Plakate zur ersten Informationsveranstaltung für den neuen Stadtteil. „Ich verpasste in der Folgezeit keinen einzigen Termin und fand schnell eine sehr gute Gesprächsbasis mit der IBA Hamburg.“

Die Herausforderung für die SRH ist es, trotz des deutlich reduzierten motorisierten Individualverkehrs in Oberbillwerder eine funktionierende Abfallentsorgung zu gewährleisten und dass anstelle von herkömmlichen Mülltonnen vor der Haustür.

„Unser Ziel ist es, ein einheitliches und innovatives Abfallkonzept für den neuen Stadtteil zu entwickeln. Wir prüfen derzeit, ob die Anforderungen im Unterflursystem umgesetzt werden können. Dadurch ließen sich eventuell unnötige Verkehre vermeiden und auch Flächen effizienter nutzen.“

In Oberbillwerder sind bisher über 70 Unterflurstandorte mit mehr als 300 Unterflursystemen für die unterschiedlichen Müllkategorien (Restmüll, Bioabfälle, Papier und weitere Wertstoffe) vorgesehen. Damit soll die private Abholung vollständig abgelöst werden. Bei den Unterflursystemen handelt es sich um große unterirdische Behälter mit einem Fassungsvermögen von bis zu 5.000 Litern. „Damit spart man bei den neuen Häusern erheblich Raum, der besser zum Wohnen genutzt werden kann.“

Auch die Digitalisierung ist ein wichtiger Punkt bei der Stadtreinigung Hamburg. Füllstandsensoren in den Unterflurbehältern sollen messen, wann diese voll sind und übermitteln die Daten an die Zentrale. Erst dann muss geleert werden.

„Der Grundgedanke ist, dass wir die Sammelstationen an die Wege zu den künftigen Mobility Hubs und der S-Bahnstation platzieren, damit die Menschen in Oberbillwerder keine Umwege für die Entsorgung aufbringen müssen. Mehr als hundert Meter soll niemand laufen und auch keine Straße queren müssen, damit auch ältere Menschen und Kinder ohne Mühe und Gefahren zu den Stationen gelangen können. Auch für Sonder- und Sperrmüll sind Sammelpunkte in Oberbillwerder angedacht.“

Die Stadtreinigung Hamburg hat schon viele neue Entsorgungskonzepte entwickelt und zum Beispiel in Quartieren in Barmbek und Eppendorf umgesetzt. „Oberbillwerder soll aber unser innovativstes Vorzeigeprojekt werden, dass es so in Deutschland bisher noch nicht gibt“, schwärmt Markus Montag und macht sich mit seinem Team jetzt an die Feinplanung.

 

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