Oberbillwerder

Hallo Oberbillwerder: Mitmacherinnen und Mitmacher

Oberbillwerder ist nicht nur Hamburgs zweitgrößtes Stadtentwicklungsprojekt, es wird auch der 105. Stadtteil der Hansestadt und soll etwas ganz Besonderes werden: Hier sollen lebendige Nachbarschaften mit vielseitigen Angeboten für Wohnen, Arbeit, Bildung, Kultur, Freizeit, Sport und Erholung entstehen. Dafür braucht es Menschen, die sich für Oberbillwerder engagieren, den Stadtteil planen oder gestalten oder dort künftig leben und arbeiten wollen. In unserem Newsletter und auf der Webseite stellen wir von nun an Mitmacherinnen und Mitmacher vor.  Den Anfang macht Mitmacher Andreas Kosack, Grundbauingenieure Steinfeld und Partner

Seine Kindheit erlebte der Bauingenieur gerne an den Stränden der Ostsee in Zingst (Vorpommern). Dort wuchs Andreas Kosack auf, dort wurde sein Interesse für die Materie Sand geweckt. Im Auftrag der IBA Hamburg entwickelt er jetzt ein sowohl wirtschaftliches als auch ressourcenschonendes Sandmanagement für den neuen Stadtteil Oberbillwerder. Kosack ging zum Studium an die Technische Universität nach Dresden und studierte dort „Konstruktiven Wasserbau“ mit den Schwerpunkten Geotechnik und Grundbau. Sein gewonnenes Wissen setzt er seit nunmehr 25 Jahren bei Steinfeld und Partner ein. Von Beginn an ist er mit der Entwicklung der HafenCity betraut und wirkte u.a. bei der Freizeitinsel Baakenpark und dem Opernfundus im Billebogen mit. Auch beim Bau des Eurogate Containerterminals im Hamburger Hafen oder der Flugzeughallen bei Airbus in Finkenwerder stand Kosack beratend in der Verantwortung. „Unser Schwerpunkt beim Projekt Oberbillwerder wird die geplante Geländeaufhöhung sein, für die wir Lösungen in Sachen Qualität, Kosten und Bauzeiten erarbeiten werden.“

Im vorangegangenen Masterplan für Oberbillwerder erstellten Kosack und sein Team bereits ein Konzept zum Erdbau und zur Baugrundverbesserung. „Darauf können wir jetzt aufbauen und ermitteln, wie wir den Umfang von erforderlichem Bodenaushub bzw. Bodenaustausch im Sinne von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit minimieren können.“

In seiner Funktion als beratender Geotechniker wird der 52jährige für Oberbillwerder künftig geotechnische Berichte verfassen, den Erdbau planen, Ausschreibungen erarbeiten und Bauarbeiten überwachen. „Hier finden wir belastungsempfindliche Böden, wie Torf und hohe Grundwasserstände. Um darauf einen idealen Baugrund herzustellen, brauchen wir schluffarmen Sand, der hoffentlich aus lokalen Gruben geliefert werden kann und daher keine weiten Wege zurücklegen muss.“ Kosack kommen bei der Arbeit seine speziellen geotechnischen Erfahrungen mit Hamburger Torfböden zugute, die er beim Projekt „ehemaliger Huckepackbahnhof“ im Billebogen sammeln konnte. „Schon bei unserer Grundlagenermittlung für Oberbillwerder berücksichtigten wir die langfristigen Kriechsetzungen von Torfboden, die zukünftig auf ein geringes Maß zu reduzieren sind.“ Nicht alles auf einmal, sondern Abschnitt für Abschnitt werden die Erdbau- und Baugrundverbesserungsarbeiten in den kommenden Jahren vorangehen.

Damit die Belastungen (Lärm, Baustellenverkehr) bei der Sandanlieferung so gering wie möglich gehalten werden, wirken Kosack und seine Kolleginnen und Kollegen auch beim Verkehrskonzept beratend mit. „Ich freue mich sehr, bei den vielseitigen geotechnischen Aufgaben für einen ganz neuen Stadtteil mitmachen zu dürfen und das in einem von mir hochgeschätzten Team.“

Wenn auch Sie eine Mitmacherin oder ein Mitmacher sein wollen oder jemanden kennen, schreiben Sie uns unter: Oberbillwerder@iba-hamburg.de