Wettbewerblicher Dialog hat begonnen – Oberbillwerder auf dem Weg zum Masterplan

Gestern, am 9. Oktober 2017, begann die entscheidende Phase im Prozess zur Erstellung eines Masterplans: Der Wettbewerbliche Dialog. Der Prozess zur Entwicklung eines Masterplans für Oberbillwerder soll so bürgernah wie möglich ablaufen. Während klassische Wettbewerbsverfahren aus rechtlichen Gründen nur begrenzt Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung zulassen, bietet das in Hamburg erstmalig angewendete Verfahren Wettbewerblicher Dialog mehr Transparenz und auch die Voraussetzung für den öffentlichen Diskurs. Es eröffnet die Möglichkeit, dass die Planungsbüros ihre Arbeiten öffentlich vorstellen und diskutieren können. Hier finden Sie die 12 Planungsteams.

Rund 350 Bürgerinnen und Bürger sowie Beteiligte des Planungsverfahrens kamen gestern Abend zum Auftakt in das Forum Allermöhe. Mit dieser Veranstaltung hat die erste Phase des Wettbewerblichen Dialogs Oberbillwerder begonnen. Profilierte Büros aus Hamburg, sowie international renommierte und junge Teams treten in den Austausch mit Fachplanern und der interessierten Öffentlichkeit. In den nächsten Monaten finden mehrere öffentliche Veranstaltungen mit den Planungsteams, dem Beratungsgremium, Sachverständigen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern statt. Zum Abschluss der ersten Phase wird das Feld der Teilnehmerteams von 12 auf drei bis vier verkleinert. Im Mai 2018 soll dann nach Abgabe verbindlicher Angebote zu den jeweiligen Entwürfen eines dieser Teams mit der Entwicklung des Masterplanes beauftragt werden.

Eckpunkte der Aufgabenstellung sind: Der neue Stadtteil Oberbillwerder soll sich durch lebendige Vielfalt an Nutzungen, Wohnungstypologien und Arbeitsstätten auszeichnen. Auf dem rund 120 Hektar großen Gebiet können 6.000 bis 7.000 Wohnungen, bis zu 4.000 bis 5.000 Arbeitsplätze, 3 Schulen, 12 Kindertagesstätten, StadtRad-Stationen, Social Hubs, switchh-points und Fahrradgaragen entstehen. Die verfügbaren Flächen sollen nach Möglichkeit mehrfach codiert werden, beispielsweise durch Doppelnutzungen von Schul- und öffentlichen Sportanlagen oder von Dachflächen für Solaranlagen, Begrünung oder Terrassen. Der Stadtteil soll klimafreundlich und zukunftsfähig sein. Dazu gehört ein multimodales Mobilitätskonzept, das das zentrale Augenmerk auf Fußgänger, Radfahrer und den öffentlichen Personennahverkehr richtet. Wichtig ist die Versorgung mit einem hohen Anteil regenerativer Energien. Die historische Kulturlandschaft soll bestmöglichst bewahrt werden, ein möglichst geringer Flächenverbrauch wird angestrebt.

Die vollständige Aufgabenstellung finden Sie hier zum Download (Anlagen).

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