Wenn man Cornelia Schmidt-Hoffmann trifft, spürt man sofort: Hier spricht jemand, der nicht nur verwaltet, sondern gestalten will. Die Bezirksamtsleiterin von Bergedorf ist seit fast drei Jahrzehnten in Neu-Allermöhe zu Hause und wohnt damit direkt neben dem künftigen Stadtteil Oberbillwerder. „Das ist für mich nicht nur ein Projekt auf dem Papier“, sagt sie. „Es ist meine Nachbarschaft. Ich sehe jeden Tag, wie wichtig es ist, dass wir hier etwas Gutes schaffen.“
Geboren in Hamburg-Mitte, studierte Cornelia Schmidt-Hoffmann Jura und begann nach dem zweiten Staatsexamen ihre Laufbahn im Verwaltungsdienst: Innenbehörde, Senatskanzlei – Stationen, die ihr einen tiefen Einblick in die Strukturen der Stadt gaben. „Und dann kam die Frage: Können Sie sich vorstellen, Bezirksamtsleiterin in Bergedorf zu werden? Ich wohne hier, kenne den Bezirk auch aus dieser Perspektive, daher habe ich gern „ja“ gesagt.“
Was reizt Cornelia Schmidt-Hoffmann an dieser Aufgabe? „Die Nähe zu den Menschen. Ich kann Dinge mitgestalten und gleichzeitig dafür sorgen, dass Verwaltungsprozesse gut laufen. Wir haben eine Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, und die möchte ich erfüllen.“
Für Cornelia Schmidt-Hoffmann ist Bergedorf ein Bezirk der Gegensätze – und genau das liebt sie. „Wir haben hier Stadt und Land. Im Zentrum ist es städtisch, aber drumherum gibt es viel Grün, Erholungsflächen, wunderbare Landschaften. Und trotzdem ist man in 17 Minuten mit der S-Bahn in der Hamburger Innenstadt. Oberbillwerder wird sogar noch eine Minute schneller angebunden sein. Das macht diesen Bezirk so besonders.“
Ihre erste Begegnung mit Oberbillwerder liegt lange zurück. „Schon bevor ich Bezirksamtsleiterin wurde, habe ich die Entwicklung politisch begleitet. Ich war bei Veranstaltungen, habe die Ideen gesehen und mitdiskutiert. Im Grunde bin ich von Anfang an dabei.“ Heute ist sie eine der zentralen Mitwirkenden. „Meine Rolle ist, das Bezirksamt mitzunehmen und für den neuen Stadtteil zu werben. Wir brauchen Menschen, die Lust haben auf dieses Konzept mit neuer Mobilität und Vielfalt.“
Der Masterplan heißt ‚Connected City‘. Genau dieser Aspekt ist mir wichtig. Oberbillwerder soll sich einfügen, nicht abgeschottet sein. Wir wollen einen Bergedorfer Stadtteil für Wohnen in der Zukunft, mit Lösungen für Energie, Wärmeversorgung und Mobilität. Und er soll so attraktiv sein, dass auch Bergedorferinnen und Bergedorfer gerne hingehen.

Die Liste der Herausforderungen ist lang: „Wir haben großartige Elemente wie die Hochschule, den Aktivitätspark, Schulen und ein neues Schwimmbad. Aber wir müssen das alles realisieren. Und wir brauchen eine gute ärztliche Versorgung. Das ist jetzt die größte Aufgabe.“
Im Bezirksamt arbeiten daher viele Menschen an und für Oberbillwerder: „Wir haben eine Projektgruppe, aber eigentlich sind viele Bereiche des Bezirksamtes beteiligt, das erstreckt sich von der Stadt- und Landschaftsplanung über Bau und Umwelt, das Sozialraummanagement bis zur Öffentlichkeitsarbeit. Oberbillwerder geht in alle Bereiche hinein.“
Und wie sieht der Austausch mit den Menschen aus? „Überall, wo ich unterwegs bin, werde ich angesprochen, sowohl positiv als auch kritisch. Ich versuche, zu überzeugen: Wir brauchen Wohnungen, und wir müssen Flächen nutzen, die gut angebunden sind. Oberbillwerder liegt an einer S-Bahn-Linie, die seit Jahren in den großen Stadtentwicklungsplänen eine Rolle spielt.“
Was wird Oberbillwerder eines Tages bedeuten? „Ich hoffe, es wird ein Schmuckstück der neuen Stadtentwicklung mit Mobilitätsangeboten und sozialer Infrastruktur für Jung und Alt. Das ist der Kern unserer Anstrengung.“
Und ganz persönlich? „Mein Wunsch ist, dass Oberbillwerder ein Zuhause wird für viele unterschiedliche Menschen, so wie es Neu-Allermöhe und Bergedorf-West heute schon sind. Und dass es sich gut verbindet mit den umliegenden Stadtteilen. Wir müssen alle daran arbeiten, dass Oberbillwerder das wird, was wir uns vorgenommen haben: ein lebendiger, vielfältiger Stadtteil, der Bergedorf bereichert.“