Im Dialog
IBA Hamburg: Herr Merck, wie sind Sie zum Golfsport gekommen?
Peter E. Merck: Ursprünglich komme ich aus Hessen und lebe seit rund 25 Jahren in Hamburg. Mein beruflicher Weg führte mich über die Betriebswirtschaft und den Tourismus schließlich zum Sport. Mich hat immer fasziniert, wie Sport Menschen zusammenbringt und gemeinsame Erlebnisse schafft.
Zum Golf bin ich eher zufällig gekommen. Was mich von Anfang an begeistert hat, war die Verbindung von Bewegung und Natur. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass Golf vielen Menschen unnötig verschlossen erscheint. Deshalb entstand bei mir früh die Idee, den Sport zugänglicher zu machen und ihn näher an die Menschen heranzubringen.
IBA Hamburg: Mit dieser Idee haben Sie vor rund 20 Jahren die Golf Lounge gegründet. Was war damals Ihr Ziel?
Peter E. Merck: Wir wollten Golf aus seiner Nische holen. Viele Menschen waren neugierig, hatten aber Berührungsängste. Deshalb haben wir bewusst Hürden abgebaut und Angebote geschaffen, die auch ohne Vorkenntnisse funktionieren. Mit der Zeit haben wir gemerkt, dass die Menschen nicht nur wegen des Golfsports kommen. Sie möchten gemeinsam Zeit verbringen, etwas Neues ausprobieren oder mit Kolleginnen und Kollegen ein Event erleben. Daraus entstand unser heutiges Konzept als Freizeit-, Event- und Golflocation.

IBA Hamburg: Was macht das Golf Lounge Resort heute besonders?
Peter E. Merck: Unser wichtigster Unterschied ist die Offenheit. Man muss kein Mitglied sein, um zu uns zu kommen. Alle können die Anlage nutzen, Golf ausprobieren oder einfach unsere Gastronomie besuchen. Gleichzeitig setzen wir auf Vielfalt. Neben den Golfangeboten gibt es Veranstaltungen, Firmenfeiern, Hochzeiten, Tagungen und Angebote für Familien. Wir haben unterschiedliche Orte geschaffen, von der Driving Range über die Elblodge bis zur Almhütte. Dadurch entsteht ein lebendiger Betrieb, der ganz unterschiedliche Menschen anspricht.
Unser Ziel ist, dass sich alle wohlfühlen. Golf soll kein exklusives Erlebnis sein, sondern etwas, das man unkompliziert mit Freunden, der Familie oder Kolleginnen und Kollegen erleben kann.

Oberbillwerder hat das Potenzial, ein moderner und zukunftsorientierter Stadtteil zu werden.

IBA Hamburg: Die Anlage liegt mitten im Grünen. Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit?
Peter E. Merck: Eine sehr große. Die Natur ist letztlich unser wichtigstes Kapital. Deshalb beschäftigen wir uns intensiv mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.
Wir haben Bereiche geschaffen, die bewusst naturnah bleiben und weniger intensiv gepflegt werden. Dadurch entstehen Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Außerdem nutzen wir moderne Technik wie Mähroboter und Photovoltaikanlagen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Wasserverbrauch. Schon bei der Weiterentwicklung der Anlage haben wir darauf geachtet, Wasser möglichst effizient einzusetzen und den Verbrauch deutlich zu reduzieren. Wir sind überzeugt, dass Golfanlagen künftig noch stärker nachhaltige Wege gehen müssen.
IBA Hamburg: Woher kommen die Ideen für die Weiterentwicklung des Resorts?
Peter E. Merck: Ich schaue gerne über den Tellerrand hinaus. Inspiration finde ich oft gar nicht im Golfsport, sondern beispielsweise in touristischen Regionen oder bei anderen Freizeitangeboten.
Wichtig ist für uns, dass die Menschen sich willkommen fühlen. Wir wollen keine Luxuswelt schaffen, sondern einen Ort mit guter Gastfreundschaft, einer angenehmen Atmosphäre und fairen Preisen. Unser Kernprodukt ist die Natur. Dazu kommen Freizeit, Veranstaltungen und Golf. Der Zugang soll so einfach wie möglich sein.

IBA Hamburg: Mit Oberbillwerder entsteht in Ihrer Nachbarschaft ein neuer Stadtteil. Wie blicken Sie auf diese Entwicklung?
Peter E. Merck: Sehr positiv. Städte müssen sich weiterentwickeln. Neue Quartiere sind wichtig, weil sie Raum für Familien, Gemeinschaft und neue Ideen schaffen. Oberbillwerder hat das Potenzial, ein moderner und zukunftsorientierter Stadtteil zu werden. Besonders im Hamburger Osten sehe ich große Chancen. Die Lage ist hervorragend, und es gibt hier noch Flächen, die klug entwickelt werden können. Dabei ist es wichtig, den Naturaspekt ernst zu nehmen und gleichzeitig neuen Lebensraum zu schaffen.
Für uns bedeutet die neue Nachbarschaft vor allem neue Begegnungen. Die Menschen, die künftig nach Oberbillwerder ziehen, werden direkt vor ihrer Haustür ein großes Freizeitangebot finden. Die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner von Oberbillwerder werden wir bei uns mit offenen Armen empfangen.