Hallo Oberbillwerder! Mitmacher Aretius Klosa

Seit 2007 ist Aretius Klosa als stellvertretender Abteilungsleiter der Bebauungsplanung im Bezirksamt Bergedorf tätig und seit April 2019 in der Projektgruppe Oberbillwerder im Bezirksamt verantwortlicher Bebauungsplaner für Oberbillwerder. Er und seine Kolleg:innen sowie die beauftragten Planungsbüros stehen jetzt vor der Aufgabe, für die nach Masterplanung vorgesehene bauliche und sonstige Nutzung der Grundstücke in Oberbillwerder das erforderliche Baurecht zu schaffen.

„Konkret bedeutet das, dass wir im Dezernat für Wirtschaft, Bauen und Umwelt im Bezirksamt Bergedorf maßgeblich mitverantwortlich sind, dass die Ideen des Siegerentwurfs in der vorgeschlagenen Quantität und Qualität in der Realität umgesetzt werden.“

Landkarten und Pläne studierte Aretius Klosa schon begeistert in seiner Schulzeit. Geboren in Opole (Polen) und aufgewachsen in Baden-Württemberg, studierte er dann an der Technischen Universität Darmstadt im Studiengang Bauingenieurwesen die Vertiefungsfächer Umwelt- und Raumplanung, Infrastrukturplanung, Wasserbau und Umweltwissenschaften.

„Mich faszinierte fachübergreifendes Denken schon im Studium. Also habe ich mich auf die Durchführung von Bauleitplanverfahren spezialisiert – und das in meiner Traumstadt Hamburg.“

Seit Ende der neunziger Jahre entwirft Aretius Klosa Bebauungspläne für Hamburg – zunächst als Dienstleister in einem Planungsbüro und jetzt als Angestellter in der öffentlichen Verwaltung. Seitdem hat er rund dreißig Bauleitplanverfahren vorangetrieben, einige davon mit gesamtstädtischer Bedeutung.

„In Bergedorf habe ich mit einer Änderung in einem Teilbereich des Wohnquartiers Dorfanger Boberg meinen allerersten Bebauungsplan entworfen und mein erstes Bebauungsplanverfahren durchgeführt. Später folgten hier noch der Umbau des Zentrums mit dem neuen Omnibusbahnhof, der Büro- und Wohnstandort Bergedorfer Tor sowie das Projekt Schilfpark zwischen Curslacker Neuer Deich und Schleusengraben.“

Die Belange der Öffentlichkeit zu ermitteln und das lokale Wissen einzubinden, stellt Aretius Klosa und seine Kolleg:innen vor dem Hintergrund der Pandemie vor große Herausforderungen. Gleichzeitig entstehen durch die Krise auch neue Formate und Möglichkeiten.

„So haben wir speziell für die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung für Oberbillwerder ein neues modulbasiertes Beteiligungsformat entwickelt, das in Hamburg bisher einmalig ist. Hierfür nutzen wir auch die digitale Webanwendung „Bauleitplanung Online“. Wir erhoffen uns wertvolle Beiträge aus der Öffentlichkeit, die es uns noch besser ermöglichen sollen, die herausfordernd große Anzahl von privaten und öffentlichen Belangen gerecht gegeneinander und untereinander abzuwägen.“

Gleichzeitig erfordert der lange Realisierungshorizont bis Ende der dreißiger Jahre von allen Beteiligten ein hohes Maß an Flexibilität, um eventuelle neue Anforderungen an die städtebauliche Entwicklung bei der Realisierung von Oberbillwerder mit berücksichtigen zu können.

Hamburgs 105. Stadtteil ist für Aretius Klosa das bisher größte berufliche Projekt. „Es erfüllt mich mit gewissem Stolz, dabei sein zu dürfen. Ich bin sehr gespannt auf die Einbindung Oberbillwerders in das übergeordnete Radwegenetz, die Möglichkeiten der Naherholung und die Umsetzung des Leitbilds der Active City innerhalb des neuen Quartiers.“

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