Dabei wird deutlich: Planung kann Begegnung ermöglichen, Gemeinschaft aber nicht verordnen. Im Gespräch geht es um soziale Mischung, Quartiersmanagement, gemeinschaftlich nutzbare Räume und die Chancen klimaneutraler Stadtentwicklung
Für Peter Dirksmeier ist eine funktionierende Nachbarschaft vor allem eine Frage der Verbundenheit zwischen Menschen: „Wenn ich sage, ich bin auch bereit, was für meine Nachbarinnen und Nachbarn zu tun, dann ist das wohl eine funktionierende gute Nachbarschaft.“
Doch welche Rolle spielen Bibliotheken, Kitas, Gemeinschaftsräume und andere soziale Infrastrukturen? Sie schaffen Orte, an denen Menschen sich regelmäßig begegnen und Vertrauen entwickeln können. Dazu Peter Dirksmeier: „Das entsteht weniger durch die schiere Existenz einer Bibliothek, sondern über den über die Zeit sich immer wieder perpetuierenden Kontakt, wo dann Vertrauen aufgebaut wird.“
Für die Planung neuer Stadtquartiere bedeutet das auch, den Blick auf die unspektakulären Orte des Alltags zu richten. Nicht allein der zentrale Platz prägt das Zusammenleben. Ebenso wichtig sind helle Eingänge, Wege und Bänke, die Aufenthalt und zufällige Begegnungen ermöglichen. „Für Menschen, die dann da wirklich leben, sind diese kleinen Gelegenheitsstrukturen, die den Alltag vielleicht ein bisschen vereinfachen oder erleichtern, sehr, sehr wesentlich“, erklärt Peter Dirksmeier.
Eine Folge über die räumlichen und sozialen Voraussetzungen guter Nachbarschaft und über die Frage, wie aus neuen Wohnorten lebenswerte Quartiere werden