Oberbillwerder

Ein neuer Stadtteil für Hamburg wird geplant

Die Sicherung der guten Wohn- und Lebensverhältnisse in der Stadt bei gleichzeitiger Schaffung von zusätzlichem Wohnraum sind vor dem Hintergrund der „wachsenden Stadt Hamburg“ die wichtigsten Herausforderungen. Hierzu bedarf es zweier, sich ergänzender Strategien: Die Verdichtung im Inneren – „Mehr Stadt in der Stadt“ – um das Wachstum in die bestehenden Quartiere mit guter Infrastruktur zu lenken. Sowie Hamburgs Erweiterung in seinen äußeren Stadtgebieten, hin zu mehr Urbanität, unter dem Stichwort: „Mehr Stadt an neuen Orten“.

Vor diesem Hintergrund hat der Senat im September 2016 die IBA Hamburg GmbH mit der Erstellung eines Masterplans für das Gebiet Oberbillwerder beauftragt. Diese Phase umfasst auch die Aufstellung eines Kosten- und Finanzierungsplans und eine intensive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Die Planungen stehen jetzt am Anfang

Die Planungen für das rund 120 Hektar große Gebiet im Bezirk Bergedorf stehen am Anfang. Gewünscht sind lebendige Nachbarschaften mit vielseitigen Angeboten für Wohnen, Arbeit, Bildung, Kultur, Freizeit, Sport und Erholung. Eine Herausforderung besteht darin, Landschaft und Wohnen zu verzahnen. Mit der Entwicklung des neuen Stadtteils bietet sich die Chance, zusätzlich zu einem vielfältigen Wohnungsangebot neue, attraktive Arbeitsstätten für die heutigen und künftigen Bergedorferinnen und Bergedorfer und auch für Bürgerinnen und Bürger aus anderen Stadtteilen zu schaffen. Oberbillwerder soll unterschiedliche Menschen ansprechen. Wohnungen für Studenten, Familien, barrierefreie Wohnungen, Eigentumswohnungen, Mietwohnungen, Angebote für Baugemeinschaften und vieles mehr sind hier erwünscht.

Bis 2018 wird zunächst in einem kooperativen Planungsprozess ein Masterplan für den neuen Stadtteil Oberbillwerder entstehen. Dafür arbeitet die IBA Hamburg in enger Absprache mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und dem Bezirksamt Bergedorf sowie mit Experten, Stadt und Landschaftsplanern, Architekten, Politik, Vereinen, Initiativen und Verbänden zusammen. Ziel ist, Ideen zu generieren, Alternativen zu diskutieren und Lösungen mit hoher städtebaulicher Qualität für einen lebenswerten Stadtteil mit einer lebendigen Vielfalt zu erarbeiten. Gleichzeitig sollen Erfahrungen erfolgreicher europäischer Vergleichsprojekte in das Verfahren einfließen.

Insgesamt wird sich der Planungs- und Realisierungsprozess Oberbillwerders voraussichtlich über 10 bis 15 Jahre erstrecken. In diesem Zeitraum wird es immer wieder Möglichkeiten zur Verfeinerung geben.

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